Golden Retriever – wird häufig als Blindenhund eingesetzt

Das beliebteste Haustier fast jeder Familie in Deutschland ist eine wahre Majestät – der Golden Retriever. Seine milde Natur, Intelligenz, Energie und Ausstrahlung macht ihn zu einem idealen Familienhund, besonders für Familien mit Kindern.

Es ist bewiesen, dass diese einzigartigen Hunde großen Einfluss in der Therapie haben. Viele Kinder mit Entwicklungsschwierigkeiten oder kranke Menschen in Therapie ertragen ihre Behandlungen besser, wenn ein gutmütiger Golden Retriever an Ihrer Seite ist.

Ideal als Blindenhund …

Golden Retriever sind aufgrund ihres freundlichen und sanften Wesens, ihrer Intelligenz und ihrer Trainierbarkeit eine der beliebtesten Rassen für Blindenführhunde. Sie haben eine hohe Arbeitsmoral und können darauf trainiert werden, Hindernisse zu umschiffen, an Bordsteinen anzuhalten und bestimmte Orientierungspunkte zu finden.
Ihr langes Fell muss regelmäßig gepflegt werden, aber sie haaren nur wenig bis gar nicht, was für Allergiker ein wichtiger Faktor sein kann.

Golden Retriever haben auch einen ausgeprägten Geruchssinn, der nützlich sein kann, um Gefahren wie Rauch oder Gaslecks aufzuspüren. Golden Retriever wiegen in der Regel zwischen 55 und 75 Pfund und haben eine Schulterhöhe von 21 bis 24 Zentimetern, was sie zu einer guten Größe für die Mobilitätshilfe macht. Die Ausbildung eines Blindenführhundes kann bis zu zwei Jahre dauern und umfasst ein umfangreiches Sozialisierungs- und Gehorsamkeitstraining.

Die Geschichte die Goldies

Die Geschichte dieser Rasse reicht weit in die Vergangenheit zurück. in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein schottisch Adel beliebt Enten und anderes Wildgeflügel zu jagen. Es war unvermeidlich, dass die wertvolle Jagdbeute manchmal in Flüssen oder Seen landete. Deshalb brauchten sie einen zuverlässigen Hund, der die erlegte Beute in jedem Terrain zu seinem Besitzer bringen konnte, ohne sie zu beschädigen oder zu fressen. Es wurde also ein gehorsamer Hund benötigt. Lord Tweedmouth war für die Erschaffung einer solchen Rasse verantwortlich. Im Jahr 1864 kreuzte er den einzigen gelb gefärbten Hund aus einem Wurf Wavy-Coated Retriever mit einer Tweed Water Spaniel Hündin. Dies war der Beginn der Zuchtbemühungen. 1865 kreuzte er einen gelben Labrador Retriever mit lockigem Haar und einen ausgestorbenen Tweed Water Spaniel. Die Retrieverzucht war erfolgreich, und Ende des 19. Jahrhunderts war seine neue Rasse in Großbritannien weithin bekannt. In den 1980er Jahren gewann der Golden Retriever in Deutschland langsam an Popularität und wurde in den 1990er Jahren zum absoluten Lieblingshund der Familien. Viele Leute verwechseln Labrador Retriever mit Golden Retriever, aber aber es sollte nicht getan werden. Goldie hat langen Haarschnitt und kann nur Goldene farbe sein, während der Labrador hat ein kürzerer Fell und kann golden, braun oder schwarz sein.

Der reinrassige Goldie wurde als folgsamer, angenehm und leichtführiger Hund gezüchtet, damit er problemlos bei der Jagd eingesetzt werden konnte. Aufgrund dieser ursprünglichen Bestimmung zeigt die Rasse angeblich einen “will to please” gegenüber ihrem Besitzer. Das heißt, der Hund möchte seinen Besitzern gefallen ist ergeben und anhänglich. Vom Wesen her sind die Retriever nie ängstlich oder hektisch, sondern in jeder Situation fröhlich und lebhaft. Sie sind ausgesprochen geduldig, anpassungsfähig und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

Aussehen

Der Golden Retriever gehört zur Gruppe der mittelgroßen Hunde (bis 61 cm, 34 kg). Der Körper ist harmonisch mit der Länge des Körpers von der Brust bis zur Schwanzwurzel im Verhältnis zur Höhe an den Schultern um 10: 8 aufgebaut. Seine Muskulatur ist stark und er hat gut entwickelte Knochen, was sich in starken Bewegungen widerspiegelt. Die Rippen und der Brustkorb sind tief und prall und der Bauch ist sichtbar eingedrückt. Sein Rücken ist im Hüftbereich gerade und kurz. Das Haar des Golden Retrievers kann glatt oder wellig sein, aber nicht lockiger, goldener oder hellweißer Kaffee länger an der Innenseite der Vorderbeine, des unteren Schwanzes sowie im Brust- und Bauchbereich. Das Fell hat ein dichtes Schutzunterholz. Der persönliche Teil des Kopfes ist ausdrucksstark geformt und hat einen ausgeprägten Anschlag. Die Ohren oder Ohren sind mittelgroß und befinden sich auf Augenhöhe und steigen um den Mundwinkel ab. Die Augenlider, die Iris, die Lippen und die Nasenspitze sind immer gut pigmentiert, und im Winter ist die Nase bei einer großen Anzahl von Hunden etwas blasser. Der Golden Retriever hat einen stark entwickelten, voll scherenförmigen Kiefer, was bedeutet, dass bei geschlossenen Kiefern die Reihe der oberen Zähne von außen über die unteren kreuzt.

Die Wesenszüge

Der Retriever lässt sich schnell zum Spielen begeistern und ist oft noch als alter Hund sehr aktiv und verspielt. Er hängt stark an seiner Menschen-Familie und möchte am liebsten überall dabei sein. Durch seine freundliche Art gegenüber Fremden ist das bei einem gut erzogenen Hund auch kein Problem. Auch ist er äußerst intelligent und lernt mit großer Motivation neue Kommandos und Spiele. Schlechtes Wetter kann ihm nichts anhaben und er braucht auch bei Regen und Sturm seinen täglichen Auslauf. Ein Golden Retriever eignet sich also besonders für Familien, die viel Sport mit ihm machen und gerne wandern gehen. Er ist sehr menschenbezogen und fühlt sich in einer Familie mit viel Sozialkontakt am wohlsten. Ebenso verstehen sich die Golden Retriever gut mit anderen Hunden und ihr könnt sie super als Zweithund halten.

Beschaffung eines Golden Retrievers

Bevor ihr euch einen Goldie anschafft, müsst ihr natürlich einige Überlegungen anstellen. Die Hundeerziehung fällt bei ihm im Vergleich zu anderen Rassen verhältnismäßig leicht, was den Goldie zu einem optimalen „Anfängerhund“ macht. Trotzdem solltet ihr euch vor dem Kauf die Frage stellen, ob ihr bereit seid euch für lange Zeit an einen Hund zu binden. Der Golden Retriever hat nämlich eine relativ lange Lebenserwartung von 10-14 Jahren. In dieser Zeitspanne sollte tägliche Bewegung, Fellpflege und ständige Betreuung des Hundes kein Problem sein. Auf Grund seiner starken Menschenbindung, ist der Golden Retriever absolut nicht für Zwingerhaltung geeignet und bleibt ungern alleine zuhause. Im Idealfall haltet ihr euren Hund in einem Haus mit Garten. Er mag am meisten, Freiheit zu haben und aktiv zu sein.

Der Preis die Goldies kann nachdem ob er reinrassig ist oder nicht, ein Welpe oder ausgewachsen ist, zwischen 200€ und über 1000€ variieren. Verantwortungsvolle Züchter investieren hohe Summen in ihre Zuchthunde, um die Gesundheit und Reinheit der Rasse zu erhalten. Das macht sich natürlich im Kaufpreis der Welpen bemerkbar. Wenn ihr euch keinen Welpen kaufen wollt, solltet ihr euch beim Verein „Retriever in Not e.V.“ umschauen. Hier werden hundeerfahrene Menschen gesucht, die einen Retriever aus schlechter Haltung aufnehmen und ihm ein neues zuhause geben können.

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